Was mich im Leben trägt ist die Liebe

Die Liebe ist der Mittelpunkt meines Lebens.

Ich wünsche mir:

den Mut zu haben,
dieser Liebe den ihr entsprechenden Ausdruck – in jeglicher Lebenssituation
– zu verleihen und das, was ich von ihr bekomme, wahrzunehmen und ohne Schuldgefühle
hinzunehmen und in Dankbarkeit zu geniessen und weiterzugeben

den Mut zu haben,
meiner Einzigartigkeit und Fähigkeiten entsprechend – ver-rückt von der Norm – jedoch
die Sprache des andern verstehend und sprechend – diese schöpferisch zu gebrauchen; wie ein Pinsel,
der in die Farben des Lebens eintaucht und damit malt

den Mut zu haben,
das sein zu lassen, was nicht veränderbar ist; vertrauensvoll zum Leben; erkennend, dass
die Liebe sich in abertausend Gesichtern zeigt und abertausende Geschichten erzählt;
- diese kennenzulernen, ihnen zuzuhören, sie dort weiterzuerzählen, zu teilen; – dort wo es notwendend
und fürs Lebendige fördernd wirkt – um zu ermutigen. Zu ermutigen, sich auf den eigenen Weg zu
begeben und ihn weiter zu gehen

den Mut zu haben,
über Schwellen zu schreiten; mich vom Kern des Lebens leiten zu lassen; meinen
Wahrheiten Raum und Gedeihzeit zu schenken den Mut zu haben, zuzuhören
in Achtung und Zuneigung, nachzufragen im Versuch zusammen etwas über das Geheimnis des Seins
zu entdecken, um über undselbst hinauszuwachsen

den Mut und die Kraft zu haben,
meine Berufung voll und ganz zu erkennen und sie auszuleben; zu schreiben
zu malen, zu tanzen und zu singen um mit Menschen zusammen zu sein

den Mut zu haben,
im Alltäglichen, im Kleinen das Grosse zu entdecken und in Demut mich rahmenlos zu freuen

Das alles wünsche ich mir – und das ist noch lange nicht alles!

Fribourg, 23.11.2001, Pina Dolce